Lehrgangs-Bericht: Ausbildung Wettkampfrichter am 06.06.2010 in Seesen
Rolf Marquordt -Lehrgangsleiter
11.06.2010

Lehrgangs - Bericht: Ausbildung Wettkampfrichter am 06.06.2010 in Seesen

Referenten: Christine Kahmann, Ingmar Hahn, Rolf Marquordt

Nachdem sich die Referenten vorgestellt hatten, begann der Lehrgang. Der Lehrplan umfaßte nachstehende Punkte:

Lehrplan:

  • Wettkampfbestimmungen „Allgemeiner Teil“: Sportgesundheit, Jugendschutz - Bestimmungen
  • Wettkampfbestimmungen „Fachteil Schwimmen“
    • Die Aufgaben der Kampfrichter und ihr Zusammenspiel im Wettkampf. Ausführliche Erläuterung der Tätigkeit des Wettkampfrichters
    • Besprechung der Zeitmessverfahren. Prakt. Übungen: Uhrenkontrolle
    • Zusammenspiel Zeitmessung, Ziel - Einlauf und der Einfluß auf die Platzierung.

Bei diesen Tages - Lehrgängen steht man immer vor der Aufgabe, ein umfangreiches Wissen an die Lehrgangsteilnehmer weiterzugeben. Da viele Eltern, die diesen Lehrgang besuchen, keine bzw. wenig Vorkenntnisse mitbringen, muss zu dem eigentlichen Thema auch einiges Hintergrundwissen vermittelt werden, was eigentlich bereits die Vereine tun sollten.

Bedauerlich ist, dass noch immer einige Teilnehmer ohne prakt. Erfahrung zum Lehrgang kommen, die weder an Trainingsabenden den Übungsleitern, noch bei Einladungsschwimmfesten den Kampfrichtern über die Schulter geschaut haben. Ich denke, dass dieses das Mindeste wäre, was die Vereine an Vorarbeit leisten könnten. Wie sich bei diesem Lehrgang auch wieder gezeigt hat, würden sie es einigen ihrer Teilnehmer leichter machen. Einige Teilnehmer lagen weit über der durchschnittlichen Fehlerquote. Einer Teilnehmerin konnte die Lizenz nicht zuerkannt werden. Das Testergebnis zeigt aber auch, dass die Vereine, die ihre Teilnehmer entsprechend vorbereiten, auch gute Ergebnisse erzielen.

Zunächst erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die allg. Bestimmungen. Angesprochen wurden die Aufgaben aller Kampfrichterpositionen. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag auf dem Bereich „Wettkampfrichter“. Umfangreich wurden die Aufgaben der Zeitnehmer, Zielrichter, Wenderichter, Schwimmrichter und Starter besprochen, da diese Funktionen auch Grundlage für den späteren Test sind.

Die Zeitmessverfahren wurden behandelt, wobei die Handzeitmessung ausführlich besprochen, aber auch die Problematik der elektronischen Zeitmessung erläutert wurde. Mehrfach wurden Uhrenkontrollen, mit Zwischenzeiten, durchgeführt, um die praktische Handhabung zu üben. Warum die Zielrichter, bei der Handzeitnahme, eine besondere Verantwortung haben, wurde den Teilnehmern an Beispielen der Platzierung dargelegt.

Nach einer Kaffeepause wurde das Prüfungsverfahren besprochen. Zum Einsatz kam ein Prüfungsbogen, der 45 Fragen umfasst, wobei zwei Fragen auch mit eigenen Worten beantwortet werden mussten. Dieses hat einen praktischen Hintergrund, da man als Schwimmrichter auch die Beanstandungen selbst formuliert.

Als dann die Auswertung erfolgte, zeigte es sich, dass einige Teilnehmer sich gut auf diesen Lehrgang vorbereitet hatten bzw. von ihren Vereinen vorbereitet wurden. Einige Teilnehmer hatten mit diesem umfangreichen Ausbildungsstoff doch erhebliche Schwierigkeiten. Ich denke allerdings auch, dass in der Praxis der eine oder andere Fehler nicht passieren würde.

Im Durchschnitt aller Teilnehmer ergibt sich eine Fehlerquote von 4,5 Fehlern.

Nach einer Besprechung der fehlerhaften Antworten wurden den Teilnehmern, die die Prüfung bestanden haben, die Einsatzkarten zur praktischen Ausbildung ausgehändigt. Danach wurden alle Teilnehmer, mit den besten Wünschen der Prüfungskommission, verabschiedet.

Rolf Marquordt -Lehrgangsleiter