Lehrgangsbericht: Aus.-/Fortbildung Auswerter / PKF am 13.06.2010 in Seesen
Rolf Marquordt -Lehrgangsleiter
15.06.2010

Kampfrichteraus.-/Fortbildung Auswerter / Protokollführer am 13. Juni 2010

Referenten: Christine Kahmann, Ingmar Hahn, Rolf Marquordt

Dieser Lehrgang wendet sich an Kampfrichter, die bereits eine Ausbildung als Auswerter /Protokollführer absolviert haben und sich einer qualifizierten Fortbildung unterziehen wollen und an die Wettkampfrichter, die ihr Aufgabengebiet erweitern wollen.

Zu der Fortbildung hatte sich 1 Teilnehmer angemeldet und zu der Ausbildung 17 Teilnehmer. Alle angemeldeten Teilnehmer waren erschienen.

Nach der Begrüßung nahmen die Lehrgangsteilnehmer und Referenten den umfangreichen Lehrstoff in Angriff. Um effektiv arbeiten zu können, war der anwesende Teilnehmerkreis die Obergrenze, die nicht überschritten werden sollte. Der Lehrstoff gliederte sich in die nachfolgenden Bereiche.

Art der Wettkampfveranstaltung Standard Wettkämpfe, Deutscher Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS – DSMM – DMS/J) - Ausschreibung/ Durchführungsbestimmungen.

Wettkampf - Planung Ausführlich wurden die Aufgaben des Protokollführers behandelt. Das Mitwirken des Protokollführers bei der Wettkampf - Planung wurde angesprochen. Behandelt wurden die verschiedenen Wettkampfveranstaltung unter Beachtung der §§ Jugendschutzbestimmungen, Altersklassen der Masters, Ausschreibungen und Meldung. Auf die Wichtigkeit der Meldepflicht von Veranstaltungen wurde besonders hingewiesen.

Verteilung von Startbahnen / Meldeergebnis An Hand von Beispielen und aufgelegten Folien wurden die verschieden Arten der Bahnverteilung - Wettkämpfe mit Vorläufen, Wettkämpfe mit direkter Entscheidung (Endläufe) - besprochen. Danach wurden an mehreren Beispielen das Erlernte geübt und vorhandenen Unklarheiten ausgeräumt. Welche Punkte müssen bei der Erstellung des Meldeergebnisses beachtet werden. Freigabe des Meldeergebnisses bei Meisterschaften durch den betreffenden Fachwart.

Zeitmessung und Platzierung Dieser Punkt nahm einen wesentlichen Teil des Lehrgangs in Anspruch. Angesprochen wurden die Aufgaben des Auswerters. Ausführlich wurde die Auswertung bei elektronischer Zeitmessung und Handzeitmessung behandelt. An Hand von Beispielen wurden mehrere Möglichkeiten - Ausfall der Elektronik auf einer Bahn und Einfügung der Handzeitnahme, unterschiedliche Zieleinläufe bei Handzeitnahme (Mittelung von Zeiten) erläutert. Den Abschluss bildeten umfangreiche praktische Übungen. Es ist klar, dass das hier Erlernte in der Praxis gefestigt werden muss und das in der Wettkampfhektik auch noch Fragen auftreten können.

Das Wettkampf - Protokoll Besprochen wurde der Aufbau eines Wettkampf - Protokolls mit Kampfgericht, teilnehmende Vereine und der verschiedenen Wettkämpfen. Der Versand der Protokolle an die zuständigen Organe, Behandlung von Rekorden und die Aufbewahrungsfrist der Wettkampfunterlagen. Der Aufbau des Wettkampf - Protokolls wurde an Beispielen der Power Point Präsentation umfangreich besprochen. Behandelt wurde ebenfalls der Bereich nachträglich erhöhtes Meldegeld, Einsprüche und besondere Vorkommnisse.

Vollgepackt mit viel theoretischem Wissen ging es in die Abschlußprüfungen. Die Prüfung besteht aus 45 Fragen, einschl. 6 praxisbezogene Aufgaben, die ausgearbeitet werden mussten. Der Durchschnitt über alle Teilnehmer betrug 3,3 Fehler.

Bei der Auswertung des Test zeigte es sich, wie wichtig es war, dass der praktische Teil so ausführlich behandelt wurde. Bei der Vielzahl der in diesen Teil zu lösenden Aufgaben wurden, mit 18 Fehler über alle Teilnehmer, verhältnismäßig wenig Fehler gemacht. Dafür war die Anzahl der Fehler bei den zu beantwortenden Fragen bei 2 Teilnehmern überdurchschnittlich hoch.

Die in den Prüfungen aufgetretenen Fehler wurden besprochen, die Teilnehmer, die sich einer Nachprüfung unterziehen mussten, wurden in Einzelgesprächen auf ihre Fehler angesprochen. Anschließend wurden die Teilnehmer, nach einem langen anstrengenden Tag, mit den besten Wünschen verabschiedet.

Rolf Marquordt -Lehrgangsleiter